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| Die Schülergruppe „Schwarzer Freitag“ des Gymnasium Johanneum stellte ihren Mit schülern im Jahrgang 11 ihre Ergebnisse zur Halbzeit des Börsenspiels vor. |
Das fiktive Startkapital von 50 000 Euro konnte das Lingener Schülerteam auf 85 520,59 Euro steigern. In einer Veranstaltung am Gymnasium Johanneum präsentierte das Team mit den angehenden Abiturienten Martin Leibnitz, Benedikt Annas, Niklas Friebert, Henning Meß und Christian Weinstock vor Schülergruppen aus dem Jahrgang 11, der Schulleiterin Oberstudiendirektorin Alheide Röttger, dem betreuenden Oberstudienrat Michael Vogt und Ulrike Sparwel, Bereichleiterin für das Börsenspiel, und weiteren Mitarbeitern der Sparkasse Emsland ihre Vorgehensweise an der Börse.
Die Nachwuchs-Broker erlebten bislang in ihrer Spielzeit einen ungewöhnlichen Börsenverlauf. Die von den USA ausgehende Finanzkrise wirkte sich auf immer mehr Geldinstitute auch in Deutschland aus. Doch trotz des deutlichen Abschwungs der Börse bewies die Schülergruppe „Schwarzer Freitag“ das richtige Gespür für die angemessenen Transaktionen.
Martin Leibnitz und Benedikt Annas erläuterten, wie sie zunächst breit gefächert „Schnupperkäufe“ tätigten. Sie erklärten ihren Mitschülern, die aus weiteren der 13 Börsenspielgruppen am Gymnasium Johanneum kamen, wie gezielt Informationen beschafft wurden und die Gruppe dann insbesondere mit Aktien aus der Logistiksparte und dem Autokonzern Volkswagen einen Wertzuwachs ihres Kapitals von 71 Prozent erreichen konnten. Damit belegen sie zurzeit im Emsland den Spitzenplatz und in Niedersachsen den 21. Platz.
Die Schülergruppe erklärte ihre Haltetaktik für gewisse Aktien und ihr Kostenbewusstsein hinsichtlich der anfallenden Gebühren beim Handel mit Aktien. Trotz intensiver Nachfragen konnten die zur Präsentation geladenen Mitschüler ihnen keine konkreten Aktienkaufempfehlungen entlocken. „Wir geben nur Branchentipps, so Benedikt Annas, „denn wir wollen unseren Wettbewerbsvorteil nicht an unsere Spielkonkurrenten verlieren!“ Nicht ohne Grund: Auf den weiteren Plätzen folgen die Gruppen „Purchasers of blue chips“ von den BBS in Meppen (82 990,34 Euro) und „Bernd der Banker“ vom Hymmlinggymnasium aus Sögel (81 167,89 Euro).
Der von der Sparkasse Emsland zum 26. Mal organisierte Wettbewerb läuft seit dem 6. Oktober und endet am 16. Dezember. Über 1100 Jugendliche aus dem Emsland engagieren sich in 250 Spielgruppen bei Europas größtem Börsenspiel. Die Preise werden Anfang nächsten Jahres übergeben.
Im Gespräch mit den Pädagogen am Gymnasium Johanneum verdeutlichten die Vertreter der Sparkasse, Ulrike Sparwel und Anne Schräer, dass beim Planspiel Börse nicht zuletzt auch soziale Kompetenz gefragt sei: Die Entscheidungen würden gemeinschaftlich im Team getroffen. Einzelkämpfer hätten keine Chance, denn das Mitspielen sei nur in einer Gruppe von vier bis sechs Schülern möglich. „Im Fokus steht beim Börsenspiel das Wissen um die Funktionsweise der Börse und des Wertpapiergeschäfts. Die Teilnehmer lernen, sich Daten und Fakten zu beschaffen, mit widersprüchlichen Informationen umzugehen und dabei das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen“, verdeutlichte Anne Schräer.